Newog

VerbraucherrechtKapitalanlagerechtNewog
-

Hoffnung für Mitglieder der NEWOG Neue Wohnungsbaugenossenschaft e. G. Chemnitz

Die Rechtsanwälte Limmer & Dr. Schlomka aus Chemnitz teilen mit, dass das Landgericht Chemnitz sich in einem noch andauernden Verfahren zur Rechtslage bezüglich der Wirksamkeit der Widerrufsbelehrung eines Darlehensvertrages der Hanseatic Bank, welcher der Finanzierung des Genossenschaftsanteiles bei der NEWOG diente, geäußert hat.

Danach geht das Gericht davon aus, dass die in dem Darlehensvertrag verwendete Widerrufsbelehrung unwirksam ist und der Darlehensvertrag ohne dass ein Fristablauf eingetreten ist, widerrufen werden konnte. Der Widerruf erfolgte durch die vorgenannten Rechtsanwälte im Jahr 2011 für einen Darlehensvertrag vom November 2002.

Rechtsanwalt Limmer: "Das Gericht hat in der mündlichen Verhandlung im Januar 2012 zu Protokoll gegeben, dass auch für die zweite Voraussetzung zur Rückabwicklung des Darlehens, nämlich dem Vorliegen eines sogenannten Verbundgeschäftes zwischen Darlehen und Genossenschaftsanteilserwerb, zahlreiche Indizien im Hinblick auf die Hanseatic Bank und der Genossenschaft bzw. dem Vertrieb (AWD) vorlägen."

Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen, weil das Gericht noch eine Beweisaufnahme angeordnet hat, um die Frage des Verbundgeschäftes noch weiter zu klären.

Nach Auffassung der Rechtsanwälte Limmer & Dr. Schlomka ergeben sich durch diese Rechtsauffassung des Landgerichts Chemnitz erfolgversprechende Aussichten für Mitglieder der NEWOG, die ihren Anteil durch einen Kredit finanziert haben, ihre Aufwendungen für das Darlehen ersetzt zu bekommen und einen Freistellungsanspruch gegenüber der Bank zu erhalten, auf Schadlosstellung hinsichtlich eventueller Rückforderungsansprüche des Finanzamtes wegen der gewährten Eigenheimzulage.

Rechtsanwalt Limmer: "Die Mitglieder tragen danach nahezu keinen Schaden durch den Erwerb der Genossenschaftsanteile davon, obwohl die Genossenschaft bekanntermaßen in Schwierigkeiten steckt. Eine fehlerhafte Beratung durch einen Vermittler beim Erwerb der Anteile braucht ebenfalls nicht nachgewiesen zu werden, was in den meisten Fällen sehr schwierig ist."

Für weitere Informationen können sich die Mitglieder der NEWOG an die Rechtsanwälte Limmer & Dr. Schlomka, Tel.:0371 – 300 601, E-Mail: RA.Limmer@t-online.de wenden.

-

NEWOG fordert rückständige Raten ein

Nach Mitteilung unserer Mandanten fordert die NEWOG Neue Wohnungsbaugenossenschaft e. G. nunmehr ausstehende Raten bei denjenigen Genossenschaftsmitgliedern ein, die ihre Beteiligung über die vermögenswirksamen Leistungen ratenweise erbringen. Die NEWOG beruft sich dabei auf die durch die Beitrittserklärung eingegangene Zahlungsverpflichtung.

Nach unserer Auffassung kann die Zahlungsverpflichtung u. a. mit Hinblick auf die unwirksame Widerrufsbelehrung in der Beitrittserklärung abgewendet werden und auch durch Aufrechnung von Schadenersatzansprüchen aus fehlerhafter Beratung bei Abschluss der Beteiligung.

Auch diejenigen Anteilszeichner, die ihre Einlage über die Eigenheimzulage finanziert haben, sollten prüfen lassen, ob in ihrem Fall auch ein Widerruf der Beitrittserklärung sinnvoll ist, um eventuell ihre Einlage ganz oder teilweise bei der Genossenschaft zurückfordern zu können.