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ALAG Auto-Mobil GmbH & Co. KG

In der Vergangenheit ist eine Reihe von Mandanten an unsere Kanzlei herangetreten, da sie diverse Schreiben von Seiten der Geschäftsführung des Fonds erhalten haben. Die Anleger wurden aufgefordert, zu erklären, ob sie einer Liquidation des Fonds zustimmen. Weiter wurde von ihnen verlangt, dass sie erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen.

Wir haben diesen Anlegern empfohlen, einer Liquidation die Zustimmung zu erteilen und zugleich die Forderung nach Rückzahlung der Ausschüttungen zurückzuweisen, da hierfür keine rechtliche Grundlage vorhanden ist. Weiterhin haben wir den Anlegern geraten, keine weiteren Zahlungen in den Fonds zu leisten.

Offensichtlich wurde unsere Auffassung jetzt durch ein Urteil des Landgerichts Hamburg bestätigt. In diesem Verfahren hatte der Kläger Schadenersatzansprüche gegen den Fonds geltend gemacht, d. h., er wollte so gestellt werden, als hätte er den Fonds niemals abgeschlossen. Das Gericht hat ihm im Wesentlichen mit der Begründung Recht gegeben, er sei nicht ausreichend auf das Risiko des Verlustes des eingesetzten Kapitals hingewiesen worden. Darüber hinaus wurde die Beteiligung ausschließlich positiv bewertet, weiter wurde über einen nicht vorhandenen Zweitmarkt nicht aufgeklärt.

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SAB Fonds - Neue Welt und ALAG Auto-Mobil GmbH & Co. KG fordern Ausschüttungen von Anlegern zurück

Rechtsanwälte Limmer & Schlomka teilen mit:

Der ALAG-Classic-Anleger wurde neuerlich mit einem Schreiben des Herrn Rechtsanwalt Jörg Mahlmann konfrontiert und aufgefordert, bis zum 15.07.2010 die gewinnunabhängigen Auszahlungen an den Fonds zurückzuzahlen. Zugleich wurde bei Nichtzahlung die Durchführung des gerichtlichen Mahnverfahrens angedroht. Als großzügige Geste wurde dargestellt, dass auf die bereits angefallenen Anwaltskosten verzichtet wird.

Desgleichen wurden die Anleger des SAB Fonds "Berlin Neue Welt" angeschrieben und diese wurden aufgefordert, einem Beschluss zuzustimmen, wonach die Anleger die bisher erhaltenen Auszahlungen an den Fonds zurückzahlen. Damit sollen Liquiditätsschwierigkeiten abgewendet werden, die dadurch entstanden seien, dass die Darlehen des Fonds in Schweizer Franken valutieren und deswegen die Verbindlichkeiten massiv angestiegen seien durch den Kursverfall des Euro. Die Rückzahlung der Anleger soll dazu dienen, eine Sondertilgung zu leisten, von der die Sanierungsbereitschaft der finanzierenden Banken abhinge.

Nach Auffassung der Rechtsanwälte Limmer & Schlomka sind weder die Gesellschafter der ALAG-Automobil GmbH & Co. KG noch diejenigen des SAB Fonds “Berlin Neue Welt” zur Rückzahlung an den Fonds rechtlich verpflichtet. Schließlich war bei beiden Fonds konzeptionell von vornherein vorgesehen, dass Teile der Einlage im Rahmen der Ausschüttungen an den Gesellschafter ausbezahlt werden. Abgesehen von anderen rechtlichen Erwägungen, die in der Eigenschaft des Anlegers als Treuhandkommanditist begründet sind, müssen sich die Fonds an diesen Zusagen auch festhalten lassen.

Die Anleger können auch nicht durch einen Gesellschafterbeschluss rechtlich verbindlich zur Rückzahlung verpflichtet werden.

Davon zu unterscheiden ist die Haftung der Anleger gegenüber den Gläubigern des Fonds, z. B. im Falle der Insolvenz des Fonds. Hier stellt sich die Situation für den Anleger schwieriger dar, da die Rechtsprechung zu dieser Frage derzeit nicht einheitlich ist.

Der einzelne Gesellschafter sollte deshalb, insbesondere auch beim SAB Fonds “Berlin Neue Welt”, abwägen, ob er bereit ist, freiwillig seine erhaltenen Zahlungen an den Fonds zurückzuzahlen. Für den einzelnen Anleger dürfte es dabei äußerst schwierig sein die Erfolgsausichten einer Sanierung oder einer Liquidation zu beurteilen. Scheitern die in Aussicht gestellten Sanierungskonzepte, wurde Geld in den Fonds eingezahlt, welches neuerlich für den Anleger verloren ist.